Drittmittel einwerben in der Postdoc-Phase

Die gängigsten Förderungen sind schnell gefunden, z.B. das Walter Benjamin-Programm, die Sachbeihilfe oder das Emmy Noether-Programm der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG). Darüber hinaus gibt es noch viele weitere Möglichkeiten und die Vielzahl an Förderlinien oder Preisen kann sich auf den ersten Blick überwältigend wirken. Um dir den Einstieg zu erleichtern, ist der Prozess in drei Schritte unterteilt.

Symbolbild Glas mit Geld
Schritt 1: Informiert bleiben
  • Minimaler Aufwand, maximaler Überblick: Mitarbeitende der MLU können sich mir der dienstlichen E-Mail-Adresse für den FIT-Newsletter der Universität Kassel anmelden (Hinweis: ohne Medizinische Fakultät). Dort kannst du dir in wenigen Minuten deinen eigenen Förder-Newsletter zusammenstellen (z.B. mit dem Schlagwort Nachwuchsförderung, Preise und deinem Forschungsfeld) und sogar den Wochentag auswählen, an dem du den Newsletter erhältst. 
  • Wenn du weißt in welche Richtung es gehen soll, abonniere den Newsletter der jeweiligen Förderorganisationen, um deren Ausschreibungen und wichtige Entwicklungen nicht zu verpassen (z.B. DFG, Nationale Kontaktstelle ERC, Alexander von Humboldt Stiftung oder VolkswagenStiftung)
  • Übrigens, wenn du zum Thema Forschungsdaten informiert bleiben möchtest, abonniere den Newsletter über den DFN Listserv für Informationen und Diskussionen zu allen relevanten Themen im Umgang mit Forschungsdaten: Organisation und Technik des Forschungsdatenmanagements, Zugänglichkeit und Qualitätssicherung von Forschungsdaten sowie Anreize und Richtlinien im Umgang mit Forschungsdaten.
Schritt 2: Recherche und Antragsstrategien
  • Wichtige Informations- und Inspirationsquellen sind die DFG GEPRIS-Datenbank oder das Dashboard von ERC-Förderungen, wo du nach Projekttyp, Fach und Jahr gut vorfiltern kannst. 
  • Auf den Seiten der OVGU findest du Postdoc-Förderung nach Fächern aufgegliedert, das Karlsruhe House of Young Scientists hat eine ausführliche Liste an Individualstipendien für Postdocs zusammengestellt und über die DAAD-Stipendiendatenbank verschaffst du dir einen ersten Überblick über Auslandsförderung.
  • Wenn du an einer außeruniversitären Forschungseinrichtung angestellt bist, informiere dich nach deren Fördermöglichkeiten und welche Fristen du im Blick haben solltest.
  • Frag erfahrene Postdocs und Professor:innen aus deinem Netzwerk nach Tipps und Erfahrungen, z.B. wie sie mit kleineren ersten Anträgen angefangen haben und welche Ausschreibungen für deinen Fachbereich geeignet und üblich sind.
  • Du möchtest einen Überblick zu Förderlinien und Preisen als Podcast hören? Dann empfehlen wir dir die NachwuchsFragen der Graduiertenakademie der Leibniz Universität Hannover. 
  • Fördermittelgeber bieten eigene Webinare mit Hintergrundinformationen und Q&A-Sessions an (z.B. DFG Prospects Vortragsreihe) oder fassen die wichtigsten Punkte On-Demand zusammen (z.B. Youtube-Kanal zum ERC-Antragsprozess).

Tipp: Lege dir ein Profil beim Forschungsportal Sachsen-Anhalt an. Das Portal hilft dir dabei Inspiration für Forschungsvorhaben zu finden, dich mit anderen Forschenden zu vernetzen, Kooperationen anzubahnen und Infrastruktur und Geräte zu finden. Außerdem verhilft dir das Portal zu mehr Sichtbarkeit deines Profils, deiner (Drittmittel-)Projekte und Publikationen.

Schritt 3: Individuelle Antragsberatung und Unterstützung bei der Antragsstellung

Die Ansprechpersonen für EU-Förderungen (inkl. MSCA und ERC) findest du über das EU-Hochschulnetzwerk. Wende dich frühzeitig an die jeweils zuständigen Ansprechpersonen, da sie Expert:innen rund um alle Terminfenster, förderpolitischen Neuerungen und spezifischen Anforderungen für die EU-Forschungsantragsstellung sind, und so eine passgenaue und optimale Beratung anbieten können.

Für DFG, Bund- und Landesförderungen oder Stiftungen findest du hier unten eine Übersicht zu den Forschungsförderungen an deinem Standort. Wende dich frühzeitig an die Kolleg:innen der Forschungsförderberatung deiner Universität oder Hochschule. Sie sind Expert:innen für die gängigen Fördermittelgeber, haben aktuelle Entwicklungen, Förderquoten und Fristen im Blick und können dich individuell zu deinem Antragsvorhaben unterstützen.

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